Ertrag eines Balkonkraftwerks mit der richtigen Beleuchtung nutzen und Geld sparen
Vor ein paar Jahren habe ich mich intensiv mit Balkonkraftwerken beschäftigt – aus einem ganz praktischen Grund: Als Mieter in einer Stadtwohnung kam eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach nicht infrage. Ich wollte trotzdem eigenen Strom erzeugen und dabei möglichst wenig Energie verschwenden. Nach einigen Tests und Anpassungen wurde klar, wie gut sich ein Balkonkraftwerk in Kombination mit durchdachter Beleuchtung nutzen lässt: Es liefert grünen Strom und kann die laufenden Stromkosten spürbar drücken. Hier teile ich meine Erfahrungen und zeige, wie sich mit einem Balkonkraftwerk im Alltag das Maximum herausholen lässt. Dabei geht es vor allem darum, wie unkompliziert sich nachhaltige Energie in die eigenen vier Wände integrieren lässt.
Inhalt
Den Ertrag eines Balkonkraftwerks für die eigene Beleuchtung nutzen
Mit einem sogenannten Balkonkraftwerk kann man je nach Gerät zwischen 300 und 800 Watt pro Tag an grünem Strom erzeugen. Das hört sich zunächst einmal nicht besonders viel an, und trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, diesen Strom zu verbrauchen und damit auch die Stromkosten beim Stromversorger dauerhaft zu reduzieren.
Den mit einer solchen kleinen Photovoltaikanlage erzeugten Strom kann man auch perfekt für die Beleuchtung in der eigenen Wohnung verwenden. Gerade auch wenn man die eigene Beleuchtung bereits auf smarte LED-Beleuchtung umgestellt hat, kann man mit bis zu 800 Watt in vielen Fällen bereits die komplette Beleuchtung in den eigenen vier Wänden betreiben.
Schließlich verbrauchen smarte LEDs generell nur sehr wenig Strom und durch die smarte Steuerung kann man das Licht besonders genau steuern und unnötige Beleuchtungszeiten vermeiden. Aufgrund des niedrigen Stromverbrauchs von LEDs kann man also mit dem durch ein Balkonkraftwerk erzeugtem Strom zahlreiche Leuchten betreiben. Man könnte beispielsweise auch sein Baumhaus mit Solarstrom versorgen.
Allerdings wäre es für eine solche Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms sinnvoll, auf einen Stromspeicher zurückzugreifen. Dadurch kann man den tagsüber erzeugten Strom problemlos speichern und dann in den Abendstunden hervorragend zum Beispiel für die eigene Beleuchtung nutzen. Genauso gut lässt sich der Solarstrom aber natürlich auch für die Verwendung eines Computers, einer Waschmaschine oder anderer Haushaltsgeräte verwenden.
Welche Vorteile bietet ein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk mit einer Stromerzeugung von maximal 800 Watt muss nicht mehr beim Netzbetreiber gemeldet werden. Darüber hinaus wurde auch die Eintragung im Marktstammdatenregister deutlich vereinfacht.
Solche Balkonkraftwerke können selbst installiert und angeschlossen werden und auch ein Zählerwechsel muss nicht mehr abgewartet werden. Solche Balkonkraftwerke sind für den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms gedacht und aus diesem Grund ist auch keine Vergütung für eine Einspeisung von nicht genutztem Strom in das öffentliche Stromnetz vorgesehen.
Auch aus diesem Grund bietet es sich an, für ein Balkonkraftwerk einen Stromspeicher anzuschaffen und diesen für die Zwischenspeicherung zu nutzen. Auf diese Weise kann man gewährleisten, dass der selbst erzeugte Strom auch zu einem späteren Zeitpunkt selbst verbraucht werden kann. Dadurch ist es problemlos möglich, einmal erzeugten Strom tatsächlich selbst zu nutzen und unterm Strich kein Geld zu verschenken. Schließlich ginge der nicht selbstgenutzte Strom ansonsten ohne Bezahlung ins öffentliche Netz und man müsste außerdem mehr Geld für Strom vom Stromanbieter bezahlen.
FAQs
Wie viel Strom kann ein Balkonkraftwerk erzeugen?
Ein Balkonkraftwerk kann je nach Modell und Sonneneinstrahlung zwischen 300 und 800 Watt pro Tag erzeugen. Das ist ausreichend, um kleine Haushaltsgeräte oder die Beleuchtung in einer Wohnung zu betreiben. Besonders effizient ist die Nutzung in Kombination mit LED-Leuchten, die nur wenig Strom verbrauchen.
Muss ein Balkonkraftwerk beim Netzbetreiber gemeldet werden?
Balkonkraftwerke mit einer maximalen Stromerzeugung von 800 Watt müssen nicht beim Netzbetreiber gemeldet werden. Es reicht eine einfache Registrierung im Marktstammdatenregister, was mittlerweile stark vereinfacht wurde. So ist der bürokratische Aufwand minimal.
Wie kann man den erzeugten Strom am besten nutzen?
Der erzeugte Strom kann idealerweise für die Beleuchtung, den Betrieb von Computern oder Haushaltsgeräten genutzt werden. Mit einem Stromspeicher lässt sich der tagsüber erzeugte Strom speichern und bei Bedarf, etwa in den Abendstunden, abrufen. So kann man die erzeugte Energie flexibel und effizient nutzen.
Lohnt sich die Anschaffung eines Stromspeichers für ein Balkonkraftwerk?
Ja, die Anschaffung eines Stromspeichers kann sich lohnen, da er den erzeugten Strom speichert und bei Bedarf zur Verfügung stellt. Dadurch kann man den Eigenverbrauch maximieren und die Stromkosten weiter senken. Ein Stromspeicher ermöglicht es zudem, den erzeugten Strom auch abends oder bei geringer Sonneneinstrahlung zu nutzen.
Welche Vorteile bietet ein Balkonkraftwerk im Vergleich zu einer großen Photovoltaikanlage?
Ein Balkonkraftwerk ist wesentlich kostengünstiger und einfacher zu installieren als eine große Photovoltaikanlage. Es eignet sich besonders für Mieter und Personen ohne Zugang zu einem eigenen Dach. Zudem ist kein Zählerwechsel notwendig, was den Installationsprozess weiter vereinfacht.
Fazit
Ein Balkonkraftwerk ist eine praktische Möglichkeit, in der Mietwohnung eigenen Strom zu erzeugen und die laufenden Kosten zu senken. Besonders sinnvoll wird es, wenn der produzierte Strom gezielt für Verbraucher wie die Beleuchtung eingeplant wird. Ein Stromspeicher hilft dabei, den tagsüber erzeugten Strom auch abends verfügbar zu machen und den Eigenverbrauch zu erhöhen. Wer das System passend zum eigenen Alltag nutzt, reduziert den Strombezug aus dem Netz und verschenkt weniger selbst erzeugte Energie.